Vom Samenkorn bis zur Ernte: Kürbis

Ich möchte euch in den kommenden Wochen ein bisschen von unserem Gemüseanbau berichten. Vom Samenkorn bis zur Ernte. So könnt ihr jetzt doch noch sehen wie unser Jahr so war. Ich hoffe euch gefällt die kleine Serie die ich hiermit starte.

Mitte April – noch nichts los auf dem Acker

Unsere Kürbisausbeute dieses Jahr war erstaunlich. Gut 60 Stück konnten wir ernten. Dabei fing es eigentlich gar nicht so gut an.

Vier Sorten hatte ich an Anzuchtschalen vorgezogen. Naja, ich wollte sie vorziehen. Denn aufgegangen sind schlussendlich nur zwei Sorten. Hokkaido und Butternut. Die Sorten Sweet Dumpling und Muscat wollten gar nicht erst keimen. Wir hatten dann nur 7 Pflanzen und ich war etwas traurig dass es dieses Jahr keine große Kürbisernte geben wird. Im Juli sah es auch noch gar nicht gut aus. Die Pflanzen kümmerten vor sich hin und wollten nicht recht wachsen. Da wir natürlich auf jegliche synethische Düngemittel verzichten habe ich mir eine pflanzliche Alternative gesucht. Und mit Brennesseljauche gedüngt. Angebaut haben wir die Kürbipsflanzen auf dem Kartoffelacker vom letzten Jahr auf dem im Frühjahr reichlich Pferdemist verteilt wurde. Also eigentlich gute Vorraussetzungen. Damit der Boden um die Kürbisse auch ohne gießen feucht bleibt, haben wir eine ordentliche Schicht Mulch draufgepackt. In diesem Fall altes Heu. Ringsum blühten Ringelblumen und Phacelia. Bienen zur Bestäubung gab es also reichlich.

Das Herbstmädchen beim einpflanzen

Mitte August dann hatten die Pflanzen alles eingeholt. Ob es nun an der Jauche lag oder an unserem guten Zureden, vermag ich nicht zu sagen.

Das Maikäferchen kontrolliert den Bestand

Im September bemerkten wir den ersten Mehltau an den Pflanzen. Damit die Kürbisse die wuchsen noch ausreifen konnten, habe ich alle Pflanzen ein wenig eingekürzt. So ging die Kraft in die Früchte und nicht in das Blattgrün.

Ende September, nach einer Woche voll Sonnenschein, haben wir die Kürbisse geerntet. Das war ein richtiges Familienspektakel. Die Kinder waren voller Freude dabei und trugen die Kürbisse vom Feld.

Ab jetzt gibt es wieder herrlich leckere Kürbissuppen, Lasagne (nach dem Rezept von Ramona), Kürbisstrudel und so weiter.

Die erste Suppe gab es gleich zusammen mit Freunden überm Feuer gekocht am Erntetag. Ein kleines Ernte-Dank-Fest sozusagen. War das schön!

Am meisten habe ich mich übrigens über den Kürbis im Hochbeet gefreut. Denn der ging von selbst auf. Im letzten Winter benutzten wir das Hochbeet als Kompost, dort landete alles. Vom Entenmist bis zu Küchenabfällen. Und vermutlich auch der ein oder andere Kürbiskern. Tja, dieser Kürbis war der prächtigste von allen und trug 7 wunderschöne, dicke Früchte. Ich bin noch immer begeistert.

7 thoughts on “Vom Samenkorn bis zur Ernte: Kürbis”

  1. Gesa
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    Wow! Toll! So viele Kürbisse! Wir haben nur vier Stück geerntet.. Irgendwie war dieses Jahr bei vielem (Zucchini, Stangenbohnen..) eine echt magere Ernte. Und Mehltau hatten wir auch auf vielen Pflanzen. Nunja, es kommen auch wieder bessere Erntejahre 🙂 Aber mit Eurer Ernte kommt Ihr ja wirklich gut bis ins neue Jahr! Das ist schön!

    Achja, zum Thema Mehltau hab ich im Gartengemüsekiosk mal ein interessantes Video gesehen: https://www.youtube.com/watch?v=2PhoIFAfk_E

    Das wollte ich bei erneutem Mehltaubefall im nächsten Jahr (oder wegen des Geschwisterchens auch erst im übernächsten Jahr ;.-) ausprobieren!

    Liebe Grüße,
    Gesa

  2. Tatjana Diezmann
     ·  Antworten

    Wir haben auch alles mit Brennesseljauche gedüngt und tolle Erträge gehabt. Sogar Paprika und Pfefferoni sind gewachsen und wir konnten viel ernten. Die Leute hatten vorher gesagt, das wächst hier alles nicht, zum Schluss haben sie nur so gestaunt.
    Lg aus dem Waldviertel

  3. Olly
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    Wow, Wadenwickel für eine Ernte! 😍 unsere ist etwas weniger ausgefallen, aber wir haben schon ein Drittel gegessen!🙈😁
    Ich habe im Moment die sucht nach Attila Hildmans einfachstem Kürbisrezept- Kürbisspalten mit Öl bepinseln, salzen pfeffern und ab in Ofen für 13 Minuten bei ca 200 Grad(vorgeheizt)..wooh. hab gestern fast den ganzen hokkaidokürbis so gegessen..🙈🙈🙈

    Dankeschön für deinen schönen Blog 😘😘😘

    LG Olly

  4. Olly
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    Was für eine Ernte..Sollte es heißen 😅🙈😂😂😂

  5. Daniela Schinke
     ·  Antworten

    Was für eine Ernte! Genau was macht ihr mit den ganzen Kürbissen? Boar ich wäre froh ich hätte mal einen! Leider hat kein Pflänzchen es geschafft überhaupt so groß zu werden um Frucht anzusetzen. Ich probiere es nächstes Jahr aber gewiss nochmal. Dann vielleicht auch mit Brennesseljauche und besserer Bodenvorbereitung.

  6. Tina
     ·  Antworten

    Liebe Sabrina, ich bin via Jademond auf deinen Blog gelesen und lese mich gerade mit Begeisterung quer durch deine Beiträge. Wir haben erst seit April einen (kleinen) Garten zusammen mit einer anderen Familie und deshalb interessiert mich deine Garten- Folge sehr. So spannend, inspirierend und motivierend! Es geht einfach nichts über eigenes Gemüse, so eine Lebensqualität.

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