Draußenzeit trotz draußen grau?

Vor ein paar Tagen habe ich ein Email von Gesa erhalten, ob ich nicht Lust hätte zu erzählen wie wir uns motivieren bei grauem Herbst/Winterwetter nach draußen zu gehen. Gerne. Denn wir sind eindeutig Draußenmenschen die bei (fast) jedem Wetter lieber draußen sind als drinnen. Außer es stürmt und regnet gleichzeitig, dann gehen wir nicht gerne raus. Ganz vermeiden kann ich es aber nicht, denn wir haben Tiere. Und die brauchen nunmal Futter, Wasser, einen sauberen Stall und auch ein bisschen Zuwendung.

Der Maikäfer ist draußen sowieso viel entspannter. Dort läuft er im Garten – der zum Glück rundum eingezäunt und kindersicher ist – und macht und tut und ist meist ziemlich beschäftigt. Wenn er nörgelig wird, ich aber noch was zu tun habe, versuch ich ihn entweder mit einzubinden was er mittlerweile echt gut funktioniert. Oder ich pack ihn in der Tragehilfe auf den Rücken und er „muss“ mit. Hühner misten oder füttern, frisches Wasser für die Enten. Oder im Gewächshaus unsere Winterkulturen gießen.

Wen ich tatsächlich immer wieder motivieren muss, ist das Herbstmädchen. Die würde oft viel lieber Playmobil spielen. Was auch völlig in Ordnung ist. Ich stelle es ihr dann frei ob sie allein im Haus spielen mag oder ob sie mit rauskommt. Meistens spielt sie 15 Minuten alleine und kommt dann nach draußen nach. Unser Glück ist einfach der große Garten. Sie weiß, wir sind da irgendwo und sie findet uns. Manchmal aber gibt es auch hier Phasen wo das nicht so gut klappt. Ich versuche dann diplomatisch zu sein und zu erklären, dass die Tiere Hunger haben. Klappt mal besser, mal schlechter. Was IMMER zieht ist: „wir gucken mal was der Opa in der Werkstatt/auf der Baustelle macht“ – also schnell anziehen und ne Runde spazieren. Rüber zum Grundstück von Oma und Opa. Manchmal treffen wir dort wen an, manchmal nicht. Aber immer sind wir draußen. Und wenn wir erstmal draußen sind, finden wir uns zum Glück meistens was zu tun.

Im Winter wenns richtig kalt ist, sind wir aber weniger im Garten. Da ist mir das rumstehen einfach zu kalt. Was da geht ist schaukeln oder einfach eine Stunde spazieren gehen. Zu den Ziegen im Ort oder auf den Spielplatz. Das tut uns allen gut und bringt einen gewissen Rhythmus in den Tag den ich sehr mag. Nur drinnen zu sitzen wäre für uns alle nichts. Dann lieber im Regen raus. Ich mag auch mal bei Feuer im Kamin und Kerzenschein am Tisch sitzen und basteln oder auf der Couch und Bücher mit den Kindern lesen. Aber viel lieber sind wir draußen.

 

2 thoughts on “Draußenzeit trotz draußen grau?”

  1. Gesa
     ·  Antworten

    Liebe Sabrina!
    Vielen lieben Dank für diesen Einblick!
    Klar, die Tiere sind natürlich ein 1a-Zugpferd. Das war bei meinen Eltern mit dem jeweiligen Hund auch immer so. Dann bin ich ja froh, dass wir auch über den Einzug von Hühnern nachdenken 😉
    Im Nachbarort gibt es hier auch Ziegen. Ziegen sind ein richtiger Kindermagnet 🙂
    Für mich ist das Hauptargument – neben der frischen Luft an sich – auch immer, dass Draußenzeit den Tag strukturiert!
    Liebe Grüße und danke nochmal!
    Gesa

  2. Stefanie
     ·  Antworten

    Draußenzeit ist auch immer auslüften, was allen gut tut. Wir haben hier am Mietshaus leider kein eingezäuntes Gründstück. So kann ich nur den Bub mal alleine spielen lassen. Die kleine Dame würde unbeschwert überall hinmaschieren…
    Manchmal nehme ich Schnurr, Draht oder ähnliche Kleinigkeiten mit und wir basteln mit Naturmaterialien ganz spontan.
    Auch haben wir schon mal Decken ausgebreitet und die Duplokiste oder die Spielzeugkasse mit nach Draußen genommen. Wenn es trocken ist, dürfen auch die großen Holzautos mit raus und mit Kreide werden Garagen und Straßen gemalt. Ich würde wahrscheinlich auch Playmobil mit raus nehmen, mit festen Regeln, aber das kann man ja auch abspülen 😉

    VG Stefanie

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*