unsere Einschlafrituale / Einschlafbegleitung – Bedürfnisorientiert

Mittlerweile sind unsere Kinder 4 und knapp 1,5 Jahre alt. Und beide werden von uns „einschlafbegleitet“ das heißt, wir sind dabei bis beide schlafen.

Das Herbstmädchen wird meist von mir bettfertig gemacht: auswaschen, umziehen, Zähne putzen. Einen Gute Nacht Kuss und dann übergebe ich an den Liebsten. Der liest mit ihr ein, zwei, drei Bücher. Oder hört ein Hörspiel. Nach ein paar Minuten dreht sich das Herbstmädchen um und schläft. Seit knapp zwei Jahren schläft sie nun schon in ihrem Zimmer ein. In der Nacht kommt sie allerdings meistens noch zu uns ins Familienbett rüber und kuschelt sich dazu. Wenn nicht gerade Voll,- oder Neumond ist, dann schläft sie ruhig weiter. Ansonsten können die Nächte leider ziemlich unruhig werden. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Beim Maikäfer hat sich die Einschlafsituation nun zum Glück auch endlich etwas entspannt. Das war bisher nämlich gar nicht so einfach. Wer sich erinnern kann, hatten wir die Diagnose „Kiss-Syndrom“ was für uns einige alltägliche Dinge sehr erschwert hat. Unter anderem einschlafen. Mittlerweile gehen wir frühzeitig ins Badezimmer, damit er noch nicht zu müde ist um ihn umzuziehen und zu versuchen seine Zähnchen zu putzen. Danach wird entweder noch eine Runde gespielt oder wenn er schon arg müde ist, gehe ich direkt mit ihm ins Bett. Buch angucken findet er vor dem Bettgehen nicht so prickeln. Da möchte er eigentlich nur an die Brust. Anders als beim Herbstmädchen in diesem Alter sitze ich und er liegt in meinem Arm und stillt. Manchmal schläft er direkt ein. Meistens aber lege ich ihn ins Bett und wir kuscheln bis er einschläft. Vor ein paar Wochen sah das noch ganz anders aus. Ich habe ihn abgelegt und er fing an im Bett rumzuhüpfen und zu toben. Das auch gerne mal ne Stunde oder länger. Darauf hatte ich aber keine Lust und irgendwann auch keine Kraft mehr. Der Tag soll ja irgendwann auch ein Ende finden. So habe ich angefangen ihn Abends nach dem stillen in die Tragehilfe zu nehmen und das Erdgeschoss zu saugen. Nach 15 Minuten hatte ich ein schlafendes Kind und ein sauberes Haus. War gar nicht so unpraktisch. Dennoch bin ich froh, dass es seit kurzer Zeit auch anders klappt. Ich begleite meine Kinder wirklich gerne in den Schlaf und könnte es mir auch gar nicht anders vorstellen. Auch wenn es nicht immer der einfachste Weg ist, ich bin mir sicher (für uns) absolut der Richtige. Noch immer.

Wer alte Einschlafgeschichten von uns nachlesen möchte: Darf hier ein bisschen stöbern.

 

 

One thought on “unsere Einschlafrituale / Einschlafbegleitung – Bedürfnisorientiert”

  1. Stefanie
     ·  Antworten

    Die Trage für das müde Kind wird hier leider eher als Strafe empfunden und immer heftig protestiert. Darum nutz ich es nur ganz ganz selten. Schade eigentlich.

    Unsere beiden (4 und 2,5) schlafen seit 4 Monaten in einem Zimmer und ich freue mich, dass ich sie seit einigen Wochen auch gemeinsam ins Bett bringen kann. Neben das kleine Mädchen leg ich mich noch, das findet alleine schwer zur Ruhe. Der große Bub wird auch bekuschelt, kann aber noch Hörspiel hören oder Bücher anschauen. Dabei bleibt er im Bett und ich schaue immer wieder nach ihm, wir erzählen vom Tag usw. Das passt so jetzt gut für uns.

    Das kleine Mädchen darf leider nicht bei uns schlafen, weil ich dann nicht mehr schlafen kann. Sie kuschelt sich so an mich, Arme und Beine müssen am besten irgendwo unter mir stecken und wehe ich bewege mich weg. Nach zwei Jahren stillen und immer unruhigerem Schlaf für mich ging es (für mich) nicht mehr. Von einer unausgeschlafenen Mama haben meine Kinder auch nichts. Gekuschelt wird trotzdem viel und gern 🙂

    Ich finde es schön, dass ihr für euch einen guten Weg gefunden habt. Und Weg finde ich da immer passend, den beständig bleibt es ja irgendwie nicht. Man muss es immer mit den sich wandelnden Bedürfnissen aller abgleichen.

    Schön, dass du wieder schreibst!
    VG Stefanie

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