Winterfütterung von Wildvögeln

Wer hier mitliest weiß, dass mir die Natur und seine Bewohner sehr am Herzen liegen. Die letzten Jahre habe ich es leider nicht richtig geschafft mich zur Winterfütterung von Vögeln einzulesen. Das habe ich diesen Herbst nachgeholt und füttere seitdem täglich.

Es streiten sich ja die Geister ob und ab wann man Vögel füttern sollte. Ich halte mich da an die Experten vom LBV oder die vom NABU 

Dort habe ich auch erfahren, dass man spätestens im November anfangen sollte regelmäßig zu füttern. Dann können sich die Vögel einfinden und wissen wo es bei starkem Frost oder Schnee ihre tägliche Ration zu holen gibt. Und leider ist es mittlerweile so, dass die Vögel auf unsere Hilfe angewiesen sind. Wenn ihr keine Wildsträucher oder Hecken um eure Grundstücke habt, dann kann ich euch nur ans Herz legen die Vögel zu füttern. Ihr werdet – wie auch wir – überrascht sein, welche Vielfalt an Vögeln sich einfindet.

Bisher hatten wir – vor allem bei den Enten und Hühnern – hauptsächlich Spatzen. Davon zwar dann gleich nen ganzen Schwung. Gute 50 Stück in etwa. Seitdem aber unsere Futterhäuschen und Futterspender gefüllt sind, finden sich hier auch viele Blau,- und Kohlmeisen ein, Stieglitze konnten wir schon beobachten, seit ein paar Tagen auch Buntspechte, Buchfinken und sogar einen kleinen Zaunkönig durften wir sehen. Jeder Vogel hat ein anderes Bedürfnis und nach und nach versuche ich diese zu befriedigen.

Beispielsweise habe ich nun Meisenknödel ohne Netz bestellt (erstmal um natürlich Plastikmüll zu sparen und zweitens können diese Netze der Meisenknödel tödliche Fallen für die Vögel darstellen). Unsere Futterhäuschen werden regelmäßig mit Wasser und Bürste gereinigt um die Keimbelastung für die Vögel so gering wie möglich zu halten. Außerdem füttere ich jeden Tag ein bisschen was. Damit nicht zu viel über bleibt und sich nachts womöglich Mäuse oder Ratten bedienen. Auch die haben natürlich ihre Lebensberichtigung, aber ich muss sie trotzdem nicht nahe am Haus haben.

Schon immer lasse ich alle verblühten Pflanzen über den Winter stehen und schneide diese erst im Frühjahr zurück. Dort können sich Samenfresser noch so einiges holen über den Winter. Und hübscher sieht es auch aus.

Ganz klar kann ich nur jedem empfehlen einheimische Wildsträucher wie Holunder, Wildrosen, Hartriegel oder ähnliches zu pflanzen.

Um Vögel sicher bestimmen zu können werde ich mir ganz bald ein Fernglas zulegen, dann kann man einfach viel mehr erkennen. Und Bücher habe ich mir auch dazu besorgt

6 thoughts on “Winterfütterung von Wildvögeln”

  1. Svenja
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    Wir wollen auch füttern und beobachten. Unser Häuschen steht seit Samstag. Bisher haben es nur die Krähen entdeckt… Sie kommen nicht ans Futter heran, aber lauern unten im Gras und überlegen, wie sie das Futter erreichen könnten. Sollte man sie auch füttern? Ich finde sie ja eher abschreckend…

    • Svenja
       ·  Antworten

      Ich muss übrigens dazu sagen, dass ich eine Vogelphobie habe. 🙁

  2. Johanna
     ·  Antworten

    Liebe Sabrina, vielen Dank für den interessanten und informativen Artikel! Wir wollen auch unbedingt füttern, haben aber noch kein Futter besorgt – verrätst du, welches ihr nehmt und wo du es gekauft hast? Mit der Tochter möchte ich auch Pinienzapfen mit Schmalz und Vogelfutter bestreichen und aufhängen…
    Liebe Grüße Johanna

  3. A
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    Wir füttern fast nur noch mit reinen sonnenblumenkernen in Vogelfuttersäulen (z.B. https://www.lbv-shop.de/de/riesenfuttersaeule-8-futterplaetze)
    Die Vögel nehmen sie sie super an und fressen die Säulen im Nu leer. Futter-Mischungen hingegen finden unsere Vögel nicht so toll.
    Die Säulen sind auch sehr hygienisch.

  4. hummelchen84
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    Der Beitrag war nun der letzte Anstoß, und ich habe letztes Wochenende endlich selber Futterkugeln gebastelt. 🙂

  5. Frau B. von der Kinderbibliothek
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    Ich füttere das ganze Jahr über, hauptsächlich Sonnenblumenkerne und Haferflocken in Sonnenblumenöl gefettet mit Rosinen, dazu alte, geknackte Walnüsse. Der Komposthaufen lädt die Vögel zum Scharren auch ein. Meisenknödel und die Körnermischungen fanden keinen Absatz hier. Die verschiedenen Vogelarten sind auch von der Umgebung abhängig. Am Waldesrand anders als am Felde.

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