Ein Selbstversorgerjahr in der Holzhütte. Teil 1. Saatgut

Ich starte heute eine kleine Serie, die mir schon jetzt sehr am Herzen liegt. 

Ein Selbstversorgerjahr in der Holzhütte.

Diese Serie wird euch in verschiedenen Beiträgen durch unser Selbstversorgerjahr mitnehmen und für den ein oder anderen hoffentlich wertvolle Tipps dalassen. Vor allem für Gartenanfänger hoffe ich einige wichtige, grundsätzliche Schritte bestmöglichst zu beschreiben. Das wichtigste ist jedoch: Einfach anfangen. Nicht reden. Tun! 

Anfang Januar 2018. Noch ruht der Garten. Auch wenn wir noch ein paar Winterkulturen wie Grünkohl, Wirsing, Rosenkohl oder verschiedene Salate ernten dürfen. Der Rest schläft.

Im Januar mache ich mich immer an die Planung des neuen Gartenjahres. Ich zeichne Pläne und überlege an welche Stelle dieses Jahr welches Gemüse kommt. Zum Vergleich habe ich immer den Plan vom Vorjahr vorliegen. Und auch die Notizen dazu. So kann ich in diesem Jahr die Fehler vom vergangenen Jahr vermeiden und sehe was beispielsweise für dieses Gartenjahr nicht mehr wichtig ist.

Zuerst notiere ich mir, welche Gemüsesorten dieses Jahr unbedingt wieder sein müssen. Danach sehe ich meine Saatgutbestände durch. Das ist mittlerweile eine ganze Menge. Viele Samen konnte ich im Sommer von unseren Pflanzen selber gewinnen, einiges habe ich ertauscht.

Da meine Gartenzeit durch die Kinder eh knapp bemessen ist, werde ich auch in diesem Jahr keine Versuche mit besonderem Gemüse starten. Das hebe ich mir auf für Jahre in denen mehr Zeit vorhanden ist. 2018 pflanzen wir das Gemüse mit dem wir auch im letzten Jahr Erfolg hatten. Da variieren wir allerdings mit Sorten, nehmen eine zweite oder dritte dazu um eine größere Vielfalt zu erhalten. Außerdem werden zeitversetzt vorziehen/aussäen. 2017 hatten wir beispielsweise schon im Juli so viel Rote Bete die wir gar nicht verarbeiten konnten. Wir wollten aber welche einlagern für den Winter. Blöd nur, dass der Erdkeller erst im November fertig war. Aber man lernt halt dazu. Das ist auch gut so, denn perfekt wär ja langweilig.

Um das fehlende Saatgut zu besorgen, werde ich mich mit Freunden absprechen und den Rest online bestellen. Ein Glück trudeln so langsam die Saatgutkataloge hier ein. Wenn ihr schon länger hier mitlest, wisst ihr wie wichtig (mir) samenfestes Saatgut ist. Also Saatgut, welches man selber vermehren kann. Hybridsaatgut (meist von Großkonzernen wie Monsanto oder ähnliche) möchte ich vermeiden –  denn das hätte zur Folge, das man Jahr für Jahr neues Saatgut kaufen muss. Das freut die Hersteller und verhindert Arterhaltung und Artenvielfalt, welche aber so wichtig ist. Wer mehr dazu wissen möchte, darf hier schmökern oder die tolle Reportage gucken. Die ist wirklich sehr sehr empfehlenswert und interessant. Auch für diejenigen ohne Garten. Denn was wir als Verbrauchen kaufen und konsumieren bestimmt den Markt.

Die Kataloge wälze ich nun von vorne bis hinten durch und bestelle alles was wir benötigen um im diesem Jahr wieder so erfolgreich ernten zu dürfen.

Die erste Aussaat beginnt theoretisch Mitte Februar bei uns. Ich starte mit Paprika und Chili. Aber dazu dann mehr im Teil 2 der Serie.

Gartenanfängern (und sonst eigentlich auch jedem) kann ich diesen tollen Film mit Wolf Dieter Storl empfehlen. Wolf Dieter Storl lässt sich ein Jahr durch den Garten begleiten und gibt so viele hilfreiche Tipps.

One thought on “Ein Selbstversorgerjahr in der Holzhütte. Teil 1. Saatgut”

  1. hummelchen84
     ·  Antworten

    Bei Bingenheimer schlage ich leider auch immer zu wenn der Katalog kommt… (meist mehr als ich in meinem winzigen Garten jemals anpflanzen könnte.)
    Welche Saaten suchst du denn noch?

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.

*